Willkommen beim NABU Homberg (Efze)

Gemeinsam für Tiere und die Natur - eine Ortsgruppe des NABU Schwalm-Eder für Homberg, Borken (Hessen), Frielendorf, Knüllwald und Umgebung


Das Rebhuhn retten: Warum Artenschutz im Schwalm-Eder-Kreis auf der Kippe steht

Der Posthof in Kerstenhausen war am 30. Mai bestens gefüllt. Das Thema brannte den Gästen sichtlich unter den Nägeln: Der NABU Homberg lud zum Vortrag über das Rebhuhn – einen Vogel, der unsere Hilfe dringender braucht denn je. Referentin war Alexandra Schotte vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH).

Ein echter Hesse mit Heimweh

rebhuhn-foto-volker-saß-nabu-naturgucker
Rebhuhn-Foto-Volker-Saß-NABU-Naturgucker

Das Rebhuhn ist extrem standorttreu. Es wandert kaum und braucht pro Brutpaar etwa einen Hektar Lebensraum. Die Küken schlüpfen im Juni und werden bis Mitte August aufgezogen – genau in der arbeitsintensivsten Zeit der Landwirtschaft. Das wird den Tieren oft zum Verhängnis. In den letzten drei Jahrzehnten hat Deutschland über 90 % seines Bestands verloren.  Strukturveränderungen in der Landschaft, fehlende Insekten und Beutegreifer sind wesentliche Gründe für den Verlust.

Schwalm-Eder-Kreis als Rettungsanker

rebhuhn_jan_piecha
Rebhuhn Foto Jan Piecha

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: In Hessen leben noch rund 5.000 Rebhühner – und stolze 1.500 davon im Schwalm-Eder-Kreis! Der Bestand hier nimmt dank gezielter Schutzmaßnahmen und Blühflächen definitiv zu. Von diesen über fünfjährigen, lückigen Blühflächen profitieren übrigens auch 44 weitere Singvogelarten wie das Braunkehlchen oder der Bluthänfling.

Ein dringender Appell: Förderung darf nicht auslaufen!

Über 40 landwirtschaftliche Betriebe machen beim hessischen Förderprogramm HALM 2 zur Rettung des Rebhuhns mit. Sie erhalten rund 1.000 € pro Hektar, um rebhuhnfreundliche Flächen bereitzustellen. Ein echter Erfolg für den kooperativen Artenschutz! Doch genau dieser Erfolg steht jetzt auf der Kippe. Für dieses Jahr wurden leider nur einjährige Verträge bewilligt. Obwohl das Jahr weit fortgeschritten ist, fehlt vom Regierungspräsidium jede Rückmeldung zur Fortführung. Alexandra Schotte warnt: Ohne diese finanzielle Unterstützung ist der Rebhuhnschutz in Gefahr, denn das Monitoring würde komplett wegfallen und keine Evidenz mehr für das Förderprogramm liefern. Artenschutz muss endlich als eigener Betriebszweig anerkannt und von der Agrarpolitik langfristig gefördert werden!

Was können wir tun?

  • Kommunalpolitik & Bürger: Wegränder bis August nicht mulchen, um Brutplätze zu schonen! 
  • Privat: Auch naturnahe Gärten tragen zur Insektenvielfalt bei. Gärten die neben Feldern liegen werden ebenfalls immer wieder von Rebhühnern besucht.
  • Beobachten: Wer ein Rebhuhn sichtet, meldet dies bitte auf ornitho.de.Rebhuhn retten heißt Vielfalt fördern – packen wir es gemeinsam an!

 


Liebe Naturinteressierte,

 

wir freuen uns über den Besuch auf unserer Webseite. Gemeinsam begeistern wir uns für die Tiere und die Natur, die uns umgeben und versuchen diese zu schützen. Wir engagieren uns im Tier-, Pflanzen-, Natur- und Umweltschutz. Dabei geht es nicht immer um das große Ganze. Kleine Schritte bewirken oftmals vielmehr, als man glaubt. Und deshalb ist es schön, wenn auch du mithelfen möchtest - egal ob Einzelaktivitäten oder langfristige Aktionen. Nistkästen aufhängen, Insektenhotels bauen, Müllsammelaktionen initiieren - all das hilft unserer Natur und Umwelt.

 

Aber auch der Wissensaustausch ist uns wichtig. Bei Exkursionen und Vortragsabenden lernen wir immer etwas Neues dazu. In unserem Veranstaltungskalender findest du einen Überblick.

 

Du machst dir Gedanken, um bestimmte Themen, bist Erzieher*in oder Lehrer*in und möchtest die Kinder mehr für die Natur sensibilisieren oder willst im Rahmen von Projekt- oder Vereinswochen etwas Neues anbieten? Schau dich gerne auf unserer Webseite um und sprich uns an, es gibt unzählige Ideen etwas für die Natur zu tun.

 

Übrigens gehören wir als Ortsgruppe zum NABU-Kreisverband des Schwalm-Eder-Kreises.

 

Wir freuen uns auf dich!